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KERNTHEMEN

FAMILIE:SOZIALES:GENERATIONEN

Die Menschen in Kärnten legen viel Wert auf soziale Sicherheit. Für die ÖVP Kärnten steht der Mensch mit seinen Anliegen und Bedürfnissen im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns.

Doch das traditionelle Familienbild vom erwerbstätigen Vater und der im Haushalt und mit der Kinderbetreuung beschäftigten Mutter wird zunehmend unscharf. Umbrüche im Selbstverständnis und in der Arbeitswelt stellen die Familie als Keimzelle der Gesellschaft vor neue Herausforderungen – und mit ihr die öffentliche Infrastruktur, von der finanziellen Förderung über den Kindergarten bis zum Nachtbus.

Denn uns liegen die Kinder am Herzen. Weil es immer weniger von ihnen gibt: Kärnten ist das einzige Bundesland, dessen Bevölkerung aufgrund der niedrigen Geburtenrate langfristig schrumpft. Diesen Trend umzukehren, halten wir für eine politische Grundaufgabe.

Unsere Jugend wird in der Welt leben, die Kärntens Politik heute gestaltet. Umso schwerer wiegt die Last der Verantwortung: Wer in Kärnten, im gemeinsamen Europa oder sonstwo auf der Welt erfolgreich sein will, braucht Bildung und Ausbildung. Doch damit nicht genug: Die Zukunft wird nicht allein durch Fachwissen entschieden. Deshalb müssen wir auch die Werte vermitteln, die zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen hilfreich, wichtig oder unabdingbar sind. Wir dürfen das Miteinander – im Stadtteil, in der Gemeinde, im Team, auch über Grenzen hinweg – nicht vergessen, dem eine immer größere Bedeutung zukommt.

Für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft wird es auch wichtig sein, wie wir mit dem Thema Frau weiterhin umgehen. Die ÖVP hat seit der Nominierung der ersten weiblichen Abgeordneten zum Nationalrat Hildegard Burjan im Jahr 1919 und seit der Wahl von Olga Rudel-Zeynek zur ersten Präsidentin des Bundesrates im Jahr 1927 viel zur Stärkung der Position der Frau beigetragen. In dieser Tradition fordert auch die ÖVP Kärnten mehr Chancengerechtigkeit für alle Frauen in Kärnten und in Österreich.

Während wir der Jugend Wurzeln und Flügel geben und der Familie ihren angestammten Platz einräumen wollen, vergessen wir nicht auf die Senioren: Der dritte Lebensabschnitt in Geborgenheit und ohne existentielle Sorgen, bei bester gesundheitlicher Versorgung und mitmenschlicher, hochwertiger Pflege – ob in der Familie oder einer dafür geeigneten Einrichtung - und ist uns besonders wichtig. Wir stehen dafür, dass unsere Senioren nach einem arbeitsamen Berufsleben auch das Recht auf ein erfülltes Alter haben.

fordert:

>> One stop shop für Eltern!
Statt wie bisher von unterschiedlichen Stellen Kindergeld, Familienbeihilfe und andere Unterstützungen zu beziehen, soll es künftig ein einheitliches Mindesteinkommen für Mütter von 1000 Euro für die ersten drei Lebensjahre geben. Denn wir sehen die Mutterschaft als gesellschaftlich wichtigen Beruf, der wie jeder andere bezahlt und für die spätere Pension anzurechnen ist. Eine für Mütter und alle ihre Fragen zuständige Stelle soll ihr Ansprechpartner sein, damit sich Mütter stressfrei auf ihre Kinder freuen können. Und sich nicht über Zuverdienstgrenzen den Kopf zerbrechen müssen.

fordert:

>> Gratis-Kindergarten ab dem dritten Lebensjahr
Nach drei Jahren tritt der Kindergarten an die Stelle des Mindesteinkommens – in Kärnten selbstverständlich gratis. Und auch in den Tälern und Regionen, in Tagesrand- oder Ferienzeiten, wenn die Eltern arbeiten. Außerdem sollen nicht mehr die Gebäude bezahlt, sondern die Kinder gefördert werden: Mit einem Kinderbetreuungsscheck, der auch bei privaten Kindergärten und Tagesmüttern – auch mobilen – eingelöst werden kann.

fordert:

>> Verpflichtender Deutschunterricht im Kindergarten
Gemeinsame Sprache ist Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie ist identitätsstiftend und Grundstein einer erfolgreichen Integration. Deshalb kommt dem frühzeitigen Spracherwerb von Kindern mit Migrationshintergrund eine entscheidende Bedeutung zu.

fordert:

>> Wiedereinstieg
Nur wenigen Frauen ist es gegönnt, den Kontakt zum Arbeitsleben auch in der Karenzzeit zu halten. Wie so oft ist es eine Frage der Bildung und eine Frage der Qualifizierung. Und durch die fehlenden und unflexiblen Kinderbetreuungseinrichtungen werden Frauen auch nach dem Wiedereinstieg benachteiligt: mit Teilzeitarbeit oder geringfügiger Beschäftigung. Karrierechancen mit Kind beziehungsweise Kindern können derzeit nur wenige Frauen realisieren.

fordert:

>> Flexible Arbeitszeit- bzw. Arbeitsplatzmodelle
Die Beschäftigung von Frauen und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Mutterschaft erfordert flexible Arbeitszeit- bzw. Arbeitsplatzmodelle wie Teilzeit, Job-Sharing, Home-Office sowie die Einrichtung von Landespartnerschaften für Modellbetriebe und Fördermodelle für frauen- und familienfreundliche Unternehmen.

fordert:

>> Einkommensgerechtigkeit
In Kärnten verdienen Frauen durchschnittlich um 36 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit ist Kärnten Österreichs Schlusslicht. Und diese enormen Gehaltsunterschiede haben sich in den letzten Jahren sogar vergrößert. Um die Gehaltsschere endlich zu schließen, muss die Bewertung von Arbeit grundsätzlich neu definiert werden und Frauen Aufstiegschancen geboten werden.

fordert:

>> Tagesheimschule
Wenn beide Elternteile berufstätig sind, wer schaut dann am nach der Schule auf die Kinder? Deshalb soll es – wo Bedarf besteht –Tagesheimschulen gebe, in denen Schülerinnen und Schüler am Nachmittag – und wenn nötig bis zum Abend – verpflegt und professionell betreut werden, wobei neben vertiefendem Lernen und den Hausaufgaben auch Sport und Spiel nicht zu kurz kommen sollen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine uniforme Lösung, sondern eine autonome: Die Schulen sollen selbst entscheiden und sich dem Wettbewerb von Nachfrage und Angebot an Betreuungseinrichtungen stellen.

fordert:

>> 5000-Euro-Wohnstartscheck
Die eigenen vier Wände sind ein wichtiger erster Schritt für viele junge Kärntnerinnen und Kärntner in ein selbstständiges Leben. Um ihn setzen zu können, müssen sich viele schon zu Beginn ihres Erwerbslebens verschulden. Das soll der Wohnstartscheck über 5000 Euro für junge Leute bis 35 verhindern..

fordert:

>> Ausweitung des Schulstartgelds auf Lehrlinge
Das von der ÖVP durchgesetzte Schulstartgeld ist eine wesentliche Unterstützung für die Familien, die alljährlich zu Schulbeginn mit einer Flut von Anschaffungen konfrontiert sind. Das gilt allerdings auch für Lehrlinge, für die es daher ein Berufs-Schulstartgeld geben soll.

fordert:

>> Umverteilung der Lebensverdienstsumme
Junge Menschen schließen ihre Ausbildung ab, beginnen zu arbeiten, wollen eine Familie gründen, eine Wohnung beziehen. Das alles kostet Geld – das man nicht hat, weil man am Anfang statistisch etwa ein Viertel dessen verdient, was man vor Pensionsantritt bekommt. Also: Höhere Einstiegsgehälter, flachere Einkommenskurve. Junge können sich früher etwas leisten, und Ältere stehen am Arbeitsmarkt weniger unter Druck.

fordert:

>> Jugendvergünstigungen für alle unter 27
Während bei Erleichterungen und Spezialangeboten für Pensionisten zwischen einem Vorstandsdirektor in Rente und einem pensionierten Arbeiter nicht unterschieden wird, gelten viele Jugendvergünstigungen nur für Schüler und Studenten. Schluss damit, einheitliche Ermäßigungen für alle unter 27 sind gerecht.

fordert:

>> Gratis WLAN
Das Internet hat die Welt verändert. Es ist heute aus Bildung, Freizeit, Information, dem sozialen Netzwerk, der Ausbildung oder dem Beruf nicht mehr wegzudenken. Um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können, soll der barrierefreie Zugang zu diesem Medium für die Jugend gewährleistet sein, etwa durch die Einführung drahtloser Internet-Anbindungen auf öffentlichen Plätzen.

fordert:

>> Mehrfärbiger Jugendausweis
Komasaufen, Vorglühen, Alkoholexzesse: Viel wird über die Ursache dieser Entwicklung diskutiert, dagegen getan wird wenig. Deshalb soll es künftig einen verpflichtenden kostenfreien Jugendausweis in einem rechtsgültigen Format geben, der mittels eines Farbcodes die einfach Überprüfung des Alters seines Inhabers erlaubt: Zwischen 14 und 16 Jahren ist der Ausweis gelb, zwischen 16 und 18 rot. Dann kann kein Jugendlicher mehr schummeln und kein Wirt mehr sagen, er hätte nicht kontrollieren können.

fordert:

>> Nachtbusse
Mobilität ist für Jugendliche besonders wichtig. Um sicherzustellen, dass junge Menschen auch abseits der Schulbuszeiten sicher nachhause kommen, sollen eigene Nachtbusse entlang definierter Routen zu Hot Spots (Kinos, Lokalen Discos etc.) eingerichtet werden.

fordert:

>> Notrufsäulen für mehr Sicherheit
Die Gewaltbereitschaft steigt, die Hemmschwelle für Übergriffe sinkt. Höhere Sicherheitsstandards an den „Brennpunkten“ von Gewalt in den Städten sind eine Antwort, etwa durch erhöhte Polizeipräsenz bei Dunkelheit in Verbindung mit besserer Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Gehwegen. Und die Errichtung von videoüberwachten „S.O.S.-Notrufsäulen“ an exponierten Stellen, um im Falle einer Bedrohung schnell und direkt die Polizei alarmieren zu können.

fordert:

>> Entlastungsoffensive für Familien

  • Hilfspaket für Familien mit Kindern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen

  • Gebührenstopp

  • neues Modell des Fahrtkostenzuschusses für den Mittelstand, für Langstreckenpendler und Familien mit Kindern

fordert:

>> Wohnbauförderung Neu
Immer mehr Menschen können sich die eigenen vier Wände nicht einmal mehr zur Miete leisten. Deshalb soll das Land Kärnten zur Schaffung leistbarer Neubauwohnungen eine Wohnbauförderung Neu beschließen und die Landesförderung um 20 Prozent erhöhen.

fordert:

>> Hilfspaket für Häuselbauer
Viele Kärntner Häuselbauer haben durch die Finanzkrise Geldprobleme – vor allem, wenn sie ihren Lebenstraum über einen Tilgungsträger für endfällige Kredite finanziert haben, der mittlerweile massiv an Wert verloren hat. Ihnen soll durch zinsenlose Überbrückungsdarlehen des Landes geholfen werden.

fordert:

>> Grundrecht auf leistbare Pflege
Ausgehend davon, dass menschenwürdige, leistbare Pflege ein Grundrecht ist und nach den Grundsätzen der Solidarität und Subsidiarität organisiert werden müssen, hat die Kärntner Volkspartei mit dem Seniorenbund folgende Forderungen herausgearbeitet:

  • Pflege muss „aus einer Hand“ gewährt werden: Überall gleich und ohne Vorbedingungen.
  • Pflege muss Familie, Nachbarschaft, ambulante Dienste, Ärzte und Krankenpflege, betreutes Wohnen und stationäre Pflege optimal einbinden.
  • Pflege daheim ist zu fördern und müssen dafür starke ambulante Strukturen geschaffen werden
  • Das Pflegegeld muss jährlich der allgemeinen Teuerungsrate angepasst werden
  • Die Kosten für Pflege sind aus dem Budget bzw. durch einen „Pflege-Fonds“ zu erbringen
  • Pflegende Angehörige müssen vom Staat besser unterstützt werden
  • Für Pflegeberufe ist eine Ausbildung von der Lehre bis zur Universität zu schaffen
  • Pflegebedürftige Menschen dürfen nicht als Sozialfälle angesehen werden

fordert:

>> Förderung für Wohnungsadaptierung
Viele ältere Menschen könnten noch jahrelang in zuhause leben, wenn ihre Wohnung seniorengerecht ausgestaltet wäre. Das führt nicht nur zu einer höheren Selbständigkeit, sondern auch zu niedrigeren Belastungen des Sozialsystems. Für die altersspezifisch maßgeschneiderte Adaptierung von Wohnungen soll es geeignete Fördermodelle geben.

fordert:

>> Urlaubsgeld für Senioren
Zum Ausgleich für ein hartes Arbeitsleben sollen Senioren einmal im Jahr eine finanzielle Unterstützung für einen Urlaub erhalten.

fordert:

>>Öffentliche Mobilität für Senioren
Menschen im dritten Lebensabschnitt soll die Mobilität durch eine generelle Freifahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert werden.